Brauchen Kinder Meditationen? - Hörstern - Hörbücher & Hörspiele

Brauchen Kinder Meditationen?

Brauchen Kinder Meditationen

Brauchen Kinder Meditationen?

Bevor wir uns der Beantwortung der Frage nähern, möchte ich zunächst noch ein paar andere Fragen in den Raum bzw. diesen Artikel werfen. Brauchen Kinder Schulsport, der benotet wird? Ist es sinnvoll, dass Kinder stur Chemieformeln auswendig lernen müssen? Brauchen Kinder genervte Erzieher oder Lehrer? All das mit Sicherheit nicht. Aber genau das erzeugt bei den Kleinen Stress. Stress, gegen den sie sich nicht wehren können. Unsere Kinder wachsen in einer von Leistung und Erfolgswahnsinn geprägten Gesellschaft auf. Natürlich sind da in erster Linie die Eltern gefordert. Das ist mitunter leichter gesagt als getan. Befinden sich doch viele Erziehungsberechtigte in einem Hamsterrad, was sich unter der Überschrift „Bewältigung des Alltags“ zusammenfassen lässt.

Unter diesen Gesichtspunkten ist die Frage, ob Kinder Meditationen brauchen, mit einem eindeutigen Ja zu beantworten.

Während der Produktion zur CD/MP3 „Deine Traumreise – Geführte Meditationen für Kinder“ habe ich mich an meine Kindheit erinnert. Meditiert habe ich nicht. Wobei, vielleicht habe ich das doch. Nur habe ich das nicht als Meditation empfunden. Ich wusste auch gar nicht was das ist. Und meine Eltern waren eher daran interessiert den kleinen dicken Jungen in einen Sportverein zu schicken, als ihn durch Meditation noch ruhiger werden zu lassen. Aber das Anhören meiner Lieblingshörspielkassetten wie „Fünf Freunde“ oder „Hui Buh“ hat mich ungemein beruhigt. Sie haben mich den Alltag vergessen lassen. Abends im Bett hieß es dann „Licht aus und Kopfkino an“. Habe ich das gebraucht? Oh ja, das habe ich. Das hat mir Kraft gegeben. Das hat meine Fantasie angeregt.

Unterstützt die Entspannung und verbessert das Gesamtbild bei Kindern mit Cerebralparese, Hemiparese

Meditation, egal in welcher Form, macht nichts anderes. Meditation soll die Sinne beruhigen. Ich persönlich finde den Begriff Traumreise auch sehr schön. Träumen und verreisen ist etwas Wunderbares. Und sei es nur in der eigenen Fantasie. Bei kranken Kindern, insbesondere bei denen, die eine chronische, körperliche Beeinträchtigung haben, können solche geführten Meditationen helfen, sich besser zu entspannen, was bei regelmäßiger Anwendung zu einer Verbesserung der Gesamtkonstitution beitragen kann.

Meditierende Kinder sind empathischer und glücklicher

Das konnte ich ganz eindrucksvoll bei meinem Sohn beobachten, der seit Geburt an einer linksseitigen Cerebralparese leidet. Dieses Krankheitsbild zeichnet sich, ganz einfach ausgedrückt, durch eine stark eingeschränkte Motorik, Spastik und teilweiser Lähmung der Muskeln aus.

Seit ca. 2 Jahren hört er seine Traumreisen, die ihm helfen sich besser zu entspannen und zu konzentrieren. Vor Allem in der Schule und natürlich auch im Alltag. Tatsächlich hat das regelmäßige Anhören dieser Meditationen einen nicht zu unterschätzenden Anteil daran, dass er insgesamt einfach ausgeglichener geworden ist. Mittlerweile ist es für ihn zur Gewohnheit geworden seine Traumreisen zu hören. Und das fast täglich. Außerdem erinnert es mich daran auch des Öfteren mal einen Gang runterzuschalten.

2 weitere Gründe warum Kinder meditieren sollten:

  1. Die Empathie wird erhöht.

Wer regelmäßig in die Stille geht wird einfühlsamer und kann sich leichter in andere hineinversetzen. Besonders für Kinder kann das von Nutzen sein. Kinder die meditieren, neigen in der Regel weniger dazu, andere Kinder zu ärgern oder zu mobben.

  1. Es macht sie glücklicher.

Kinder sollten glücklich aufwachsen können. Leicht und lebendig. Doch wie schon eingangs erwähnt sind unsere Kinder heute viel mehr Einflüssen und Eindrücken ausgesetzt, als zum Beispiel vor 30 Jahren. Viele Kinder sind zu sehr durch Fernsehen, PC, Smartphone und Co. abgelenkt und spätestens mit Beginn der Schulzeit sind sie dann womöglich auch noch Mobbing ausgesetzt. Regelmäßige Meditation hilft Kindern zu mehr Gelassenheit und Leichtigkeit und macht sie dadurch glücklicher.

Neuesten Studien zufolge hilft Meditation auch besser mit Aggressionen umzugehen. Sie werden selbstbewusster, aufmerksamer und wie schon erwähnt, mitfühlender. Meditation trägt zur Verbesserung des sozialen Miteinanders bei.  Darüber hinaus können Essstörungen sowie ADHS gelindert werden. Ohne Nebenwirkungen und weitaus nachhaltiger.

Und noch was Positives:

im Rahmen einer Langzeit-Studie des Robert-Koch-Instituts zur Gesundheit von Kindern wurde festgestellt, dass sowohl Meditation, als auch Yoga, gegen Übergewicht hilft.

Erfreulich ist es, dass einige Schulen auch die Zeichen der Zeit erkannt haben und Meditation als Schulfach anbieten. Viele Kinder sehnen sich nach Ruhe, Stille und Entspannung ohne sich wirklich darüber bewusst zu sein und sind dankbar wenn ihr Erwachsenes Umfeld ihnen kleine Oasen des Rückzugs und der Besinnung anbieten.

Ja, Kinder brauchen Meditationen. Mehr denn je. Und warum nicht einfach mit den Kindern zusammen meditieren oder sich auf eine entspannte Traumreise begeben?

Besonders gut geeignet sind hier die Kindermeditationen zum Entspannen, für mehr Konzentration und zum Einschlafen auf „Deine Trauminsel“

 

hinterlasse ein Kommentar

Pin It on Pinterest

Seite / Beitrag teilen

Teile diese Seite mit Deinen Freunden...